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Triathlon und wie es dazu kam

Triathlon und wie es dazu kam...

SWIM – BIKE – RUN : Mein Motto bis 35 war klar: No sports.

In der Schule war ich immer die, die keiner in seiner Mannschaft wollte. Ich wollte auch nicht.

Mit 35 hatte ich drei Kinder und etliche Kilo Übergewicht, also ging ich zu einem Lauftreff.
Die mussten mich nehmen.
In der Gruppe macht es einfach mehr Spaß; Laufen wurde zur Leidenschaft. Eigentlich „nur zum Ausprobieren“ nahm ich 2008 an meinem ersten Triathlon teil: Die 300m schwamm ich im Hausfrauenbruststil (schön Kopf über Wasser), mein Rennrad war mir viel zu groß und erst ein Jahr später informierte mich meine Freundin, dass es „da auch ein großes Blatt“ gibt, beim Laufen konnte ich noch eine überholen und wurde somit Vorletzte.

Eine Sprunggelenksfraktur zwang mich zur Laufpause und zum Umdenken: Schwimmen mit Pullbuoy ging, also brachte ich mir so etwas wie Kraularmzug bei. Radfahren in Turnschuhen und mit Schiene ging auch. So heilte das Sprunggelenk und der Triathlonvirus saß.

triathlon

 

Seither wird im Frühjahr und Herbst gelaufen, der Sommer ist Triathlonzeit. Von Volks- bis Langdistanz habe ich alles durch. Schwimmen wird immer meine schwächste Disziplin bleiben. Mittlerweile kann ich kraulen, auch wenn ich noch lange mit Brustschwimmen schneller war. Aber Kraulen schont die Kräfte, die man fürs Radfahren und Laufen noch braucht. Im Schwimmen zählt die Technik, wer das nicht als Kind gelernt hat tut sich als Erwachsener schwer.

 

Der Besuch eines Kraulkurses ist sinnvoll. Radfahren ist Fleißsache, die meisten guten Triathleten kommen vom Radfahren. Ich nicht, ich laufe lieber lange Strecken als dass ich sie fahre. Zeitfahrräder und Aeroposition sind bei mir verlorene Liebesmühe. Ein Rennrad tut es völlig und die „aufrechtere“ Position schont die altersdegenerierte Halswirbelsäule. Laufen ist mein Ding, und es ist einfach wunderbar, wenn beim zweiten Wechsel alles jammert „Och nö, jetzt noch laufen!“ und ich denke: „Pflicht erledigt, jetzt kommt der Spaß!“

 

Triathlon macht einfach Spaß. Das dreifache Training ist super als Ausgleich. Und gut geeignet für Verletzungspausen: man hat ja noch zwei Disziplinen. Ich schaue immer, dass ich zweimal die Woche schwimme und ein bis dreimal Rad fahre (im Winter reicht einmal die Woche Spinning, ab Mai wird weniger gelaufen und mehr Rad gefahren); Laufen ist mein Sport, da brauche ich keinen Plan für.

Entgegen der allgemeinen Meinung kann Triathlon eine Materialschlacht sein, muss es aber nicht! Ein Fahrrad, Helm, ein Badeanzug und Laufschuhe genügen für den Anfang völlig. Vor allem bei den Volksdistanzen sieht man auch Hollandräder mit der Wettkampfbanane im Körbchen am Start; geht auch.

Triathlon bike the transition zone

 

Triathlon ist der Sport, in dem alles passiert: Verschwimmen, verfahren, verlaufen. In Mountainbikeschuhe gelaufen, mit einem geplatzter Neoprenanzug geschwommen, geplatzter Schlauch und auf den Felgen angekommen – oder das Fahrrad auf der Schulter. Helm verkehrt herum aufgesetzt, barfuß gefahren auf den Radschuhen weil die so nass waren, dass man nicht hinein kam. Alles schon passiert. Das macht den Sport so spannend.

 

Neben den klassischen Distanzen (von Volksdistanz 300/20/5 über Olympisch 1,5/40/10 zu Langdistanz 3,8/180/42,2) gibt es auch „schräge“ Distanzen, z.B. Bonn: 3,8 Schwimmen mit der Rheinströmung (da braucht man sich bloß treiben lassen), 62km Rad, 15km laufen.

 

Alles ist möglich.

 

Go for it.

 

Eure Ulrike

 


Übrigens:ulrike3

Ulrike hat uns zwischenzeitig mitgeteilt, dass sie den  Ultramarathon in Südafrika am Comrades mit 90km erfolgreich absolviert hat.

WOW  … Herzlichen Glückwunsch Ulrike und einen fetten Respekt !!!

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